Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Huw Ross und das Geheimnis der Kommunikationsassistenz

Auf einer Tagung ├Ąu├čerte einst auf Kritik die Interessen von Autisten kaum zu ber├╝cksichtigen eine relativ bekannte, der ESH schon vorher eher negativ aufgefallene Sozialverbandsfunktion├Ąrin, da├č im Vorstand des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) "wie uns ja sicher bekannt sei" ein Autist sitze und daher zweifellos auch die Interessen von Autisten ber├╝cksichtigt w├╝rden.

Aber nein, das war uns bezeichnenderweise bisher nicht bekannt. In der Folge versuchten wir also herauszufinden, was das denn nun f├╝r jemand ist, dieser Autist, und wof├╝r er steht. Wenn man nach dem geht, was im Internet auf Homepages nachzulesen ist, sitzt Huw Ross nicht nur im Vorstand des BKB, sondern auch im Vorstand von "Mensch zuerst".

Auf anderen Veranstaltungen ergab sich dann zuf├Ąllig ein n├Ąherer Eindruck von Huw Ross, "f├╝r den" eigentlich immer sein Vater spricht, der seinerseits Funktionen in mindestens einem Elternverband ("Eltern f├╝r Integration") innehat. Huw Ross schien nach subjektiven autistischen Beobachtereindruck eher ├╝berlastet von der Situation der Veranstaltung zu sein. Wie kommuniziert Huw Ross? Welcher Art ist seine Kommunikationsassistenz? Oder wird vielleicht Huw Ross als Man├Âvriermasse des Vaters zu Veranstaltungen migenommen, obwohl es ihn m├Âglicherweise psychisch erheblich belastet? Auf mehrfache Fragen per Mail an "Huw Ross" wurde stets ausgewichen.

Eine Nachfrage "vor Zeugen" ergab erstaunlicherweise die Reaktion, da├č ein anderer etablierter Behindertenfunktion├Ąr den Vater in Schutz nahm und die Ansicht ├Ąu├čerte, da├č die ESH wegen dieser Nachfragen wohl quasi nicht konsequent f├╝r Behindertenrechte eintrete. Das BKB selbst verweigerte die Auskunft ├╝ber die Art der Kommunikationsassistenz bei eigenen Vorstandssitzungen mit Verweis auf die Privatsph├Ąre des Vorstandsmitglieds und teilte zudem mit, da├č nicht ersichtlich sei welche Berechtigung diese Frage habe.

Fassen wir zusammen: Es ist offenbar nicht m├Âglich in Erfahrung zu bringen wie ein Autist, f├╝r den auf ├Âffentlichen Veranstaltungen sein Vater spricht eigene ├Âffentliche ├ämter aus├╝bt. Dies n├Ąhrt wohl den Verdacht, da├č hier etwas ungerne ins Licht der ├ľffentlichkeit gestellt wird. ├äu├čert sich Huw Ross ├╝berhaupt in der Weise, wie der Vater es behauptet? ├ťbt die ├ämter des Huw Ross aufgrund von Barrieren im Vorstand des (eventuell zu Recht von F├Ârdermittelstreichung bedrohten) "Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit" tats├Ąchlich der Vater aus?

Stellen wir uns vor ein Geb├Ąrdendolmetscher w├╝rde uns seltsame Dinge "├╝bersetzen". W├Ąre die Nachfrage unstatthaft, ob die ├ťbersetzung ├╝berhaupt korrekt ist? Vor allem, wenn immer nur ein Dolmetscher f├╝r diese Person agiert? Wenn aus alledem Entscheidungen resultieren, die andere Gruppenangeh├Ârige f├╝r merkw├╝rdig ahnungslos oder gar kontraproduktiv halten? Wenn ├╝berhaupt nicht klar ist, ob Anfragen die gemeinte Person ├╝berhaupt korrekt erreichen? W├Ąre eine solche Nachfrage vielleicht sogar gegen den Geist von Behindertenrechten? Wenn es nach dem "Dolmetscher" geht vielleicht, aber wohl kaum, wenn es um den geht, der sich trotz Barrieren selbst mitteilen m├Âchte. Sollte es nicht Aufgabe aller Behindertenrechtler sein sicherzustellen, da├č die Stimme Behinderter nicht durch vermeintliche "├ťbersetzer" oder angebliche "Sprecher" "gekapert" wird? Offenbar gibt es diesbez├╝glich noch ein eklatant unterentwickeltes Problembewu├čtsein. Oder das Bed├╝rfnis irgendwelche "Behindertenquoten" m├Âglichst bequem f├╝rs Papier zu erf├╝llen, ohne da├č einem wirklich jemand mit eigenen Ideen reinredet ist einfach zu gro├č.

Die Zeit f├╝r einfache Erkl├Ąrungen ist vorbei. Sollte irgendjemand Wert darauf legen die ESH davon zu ├╝berzeugen, da├č Huw Ross tats├Ąchlich zumindest teilweise in den vom Vater angegebenen Aussagen kommuniziert, betrachten wir aufgrund der Vorgeschichte nun einen harten Beweis f├╝r unausweichlich.