Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Unsere politischen Forderungen

  1. Es mu├č ein Ende haben, da├č Angeh├Ârigenverb├Ąnde von der Politik als Interessenvertretung von Autisten betrachtet werden, statt echte Interessenvertretungen von Autisten, die auch von Autisten geleitet und dominiert werden. Es darf auch keine Rolle spielen, ob man mit den den meisten Politikern wesensn├Ąheren Angeh├Ârigen "bequemer" kommunizieren kann.

    Autisten haben Empathie f├╝r Autisten, daher m├╝ssen Autisten als Experten in alle autismusrelevanten Bereiche ma├čgeblich einbezogen werden um Leid durch Unwissen zu vermeiden. Auch abgesehen vom Besonderen fehlen Angeh├Ârigen meist relevante Einblicke, neben bestehenden Interessenkonflikten (z.B. Eltern wollen nicht von ihrem Umfeld f├╝r ihre andersartigen Kinder kritisiert werden, Autisten wollen frei leben k├Ânnen).

  2. Engagierte Beseitigung von Barrieren in Kooperation mit Autistenvertretungen, so z.B. die Anerkennung der Tatsache, da├č Autisten aus ihrer Natur am besten fernschriftlich kommunizieren ├Ąhnlich der Anerkennung der Geb├Ąrdensprache. Dies zu verwehren bedeutet schwere Belastung und Verhinderung deutlich besserer Ausdrucksm├Âglichkeiten.

    Beispiele:
    a) Onlinezugang zu Regelschulklassen und Einbeziehung von Autisten in die Planung, damit Planungsfehler nicht erst langwierig in der Praxis ausgemerzt werden m├╝ssen.
    b) Barrierearmer Zugang zum Gesundheitswesen. In einer Arztpraxis/einem Krankenhaus ist keine barrierefreie fernschriftliche Kommunikation aus einer heimischen Umgebung m├Âglich, dies hindert Autisten daran m├╝ndige Entscheidungen in Bezug auf sich selbst zu treffen, macht Arztbesuche zum sehr leidhaften Spie├črutenlauf, wenn nicht vorher m├Âglichst bekannt ist, womit konkret zu rechnen ist. Nicht fernschriftliche psychotherapeutische Behandlung (auch Autisten werden wie alle Menschen manchmal psychisch krank, z.B. depressiv) ist auf anderem Weg kaum sinnvoll m├Âglich.

  3. Klarstellung des Gesetzgebers, da├č sich der Straftatbestand der Freiheitsberaubung auch auf die Freiheit von Autisten sich barrierefrei im Internet zu bewegen bezieht oder Schaffung einer sinngem├Ą├čen Regelung. Sicherstellung eines Internetzugangs f├╝r alle Autisten.
  4. Abschaffung aller Heime f├╝r Autisten zugunsten menschenw├╝rdigeren Assistenzmodellen in Kooperation mit Autisten. Es ist zwar allgemein bekannt wie empfindlich Autisten auf Faktoren der Umgebung reagieren k├Ânnen, es wird aber bisher in v├Âllig unzureichender Weise darauf geachtet inwieweit angeblich "schwere F├Ąlle" oder "geistig behinderte" Autisten aufgrund solcher vermeidbarer Rahmenbedingungen in eine solche h├Âchst unangenehme Situation geraten sind. In diesem Rahmen m├╝ssen Mittel zur Verf├╝gung gestellt werden, um unter Tr├Ągerschaft von Autisten kontrollierter juristischer Personen spezielle Heime einzurichten, die einzig die Aufgabe haben Autisten aus Heimen auf ein Leben in Selbstst├Ąndigkeit vorzubereiten und zu entlassen und in allen bestehenden Heimen auf die Suche nach geeigneten Kandidaten gehen d├╝rfen. Allgemein ist es eine elementar menschliche Notwendigkeit Autisten in solchen Einrichtungen den Kontakt zu selbstst├Ąndig lebenden Autisten zu erm├Âglichen, beziehungsweise diesen das Recht zu geben Kontakt und Einblick in die Lebensbedingungen zu verlangen. Viele Mi├čst├Ąnde k├Ânnen nur andere Autisten erkennen, z.B. der ber├╝hmte brummende Sicherungskasten, den Nichtautisten nicht h├Âren, aber daneben wohnende Autisten in den Wahnsinn treibt, wenn sie aufgrund anderweitiger Belastung sich nicht in geeigneter Weise artikulieren k├Ânnen.
  5. Bereitstellung von Mitteln f├╝r Forschung zu Universellem Design von Gesellschaftsbereichen (siehe auch 2.) in Bezug auf Autisten unter Federf├╝hrung von Autisten.