Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Einleitende Worte zur ESH fĂŒr Eltern

Was macht die ESH, welche AnsÀtze verfolgt sie? Diese Seite versucht einen knappen ersten Einstieg anzubieten.

Autisten haben eine ĂŒberdurchschnittlich empfindsame Wahrnehmung, daraus ergeben sich grundsĂ€tzlich sehr einfache Konsequenzen. Autisten sollten vor Ă€ußeren Zumutungen geschĂŒtzt werden und das ist in nahezu allen FĂ€llen auch möglich, sofern der Wille dazu vorhanden ist. Autisten nehmen Überlastung oft wie physischen Schmerz wahr. Viele vermeintliche Autismussymtopme sind Anzeichen immenser psychischer Belastung, wie sie unter subjektiv Ă€hnlichen UmstĂ€nden auch bei Nichtautisten beobachtet werden können. Diese Anzeichen von Überlastung mĂŒssen ernstgenommen werden und zu Änderung der LebensumstĂ€nde fĂŒhren, nicht dazu diese Anzeichen unter Anwendung sehr fragwĂŒrdiger Methoden wegzudressieren. Schwierig wird es besonders fĂŒr nichtautistische Eltern jedoch in der Umsetzung, denn die Unterschiede des Welterlebens sind so grundlegend verschieden, daß gewohnte Sichtweisen sehr grundsĂ€tzlich hinterfragt werden mĂŒssen. Einen Teil der Eltern fordert dies intellektuell anfangs sehr und viele geben auf, bevor sie einen ersten Durchblick errungen haben.

Der scheinbar einfachere Weg der "Therapien" der nichtautistischen "Experten" ist anfangs fĂŒr die meisten Eltern viel einfacher zu verstehen. Wenn jedoch die oft folgenschweren Probleme bis hin zur Heimeinweisung, die es ohne vollmundig angepriesene "Therapien" nicht gegeben hĂ€tte, bedacht werden, die erst durch diese ungeeigneten AnsĂ€tze entstehen dĂŒrfte es in den meisten FĂ€llen langfristig gesehen fĂŒr alle Seiten wesentlich einfacher sein die HĂŒrde des ersten Verstehens der eigentlichen Behinderungs-Problemlage in Bezug auf autistische Kinder mit Engagement zu nehmen.

HierfĂŒr verweist die ESH unentwegt darauf erwachsene Autisten um Rat zu fragen, um Barrieren fĂŒr das eigene Kind zu erkennen und beseitigen zu können. Autisten vor Ort zu haben, die in dieser Hinsicht aktiv sind ist ein gutes Element. Allerdings gibt es nicht ohne Grund Interessenvertretungen. Auch viele Autisten sind von Fehlannahmen geprĂ€gt oder haben gar ein verschobenes Weltbild, weil sie damit aufgewachsen sind. Nur weil ein Mensch Autist ist kann er in diesen Fragen nicht gut beraten. Eine Gruppe wie die ESH hat jahrelange Erfahrung mit verschiedensten FĂ€llen gesammelt und das eigene theoretische Wissen immer weiter vertieft. Darum sollte im eigenen Interesse auch immer eine Interessenvertretung wie die ESH einbezogen werden - möglichst gemeinsam mit Autisten, die vor Ort einbezogen werden.

Auch nach Jahren erfolgreicher AktivitĂ€t mĂŒssen wir immer wieder feststellen, daß Eltern die ESH zwar kennen, jedoch mehr oder weniger falsche Vorstellungen ĂŒber sie haben. Ja, teilweise werden sogar öffentlich in anderen Foren Fragen zur ESH gestellt, die sich leicht beantworten lassen sollten, wenn jemand die ESH-Site zumindest ein wenig angeschaut hĂ€tte. Darum nocheinmal ausdrĂŒcklich der Hinweis auf das oben verlinkte Forum, in welchem zu unklaren Punkten nachgefragt werden kann. Die direktere Kommunikationsart von Autisten sollte dort nicht als Angriff auf der persönlichen Ebene gedeutet werden, sondern so sachlich wie es fast immer gemeint ist.