Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Bewerbungsgespr├Ąche und Autismus

Immer wieder gibt es die Frage, ob man als Autist einen Schwerbehindertenstatus bei einer Bewerbung angeben mu├č oder es sollte. Man mu├č nicht, sp├Ątestens seit dem AGG:

Zitat:
"Im Vorstellungsgespr├Ąch gibt es viele Fragen, die nicht mehr gestellt werden d├╝rfen. So d├╝rfen weibliche Bewerber nicht nach einer vorliegenden oder gew├╝nschten Schwangerschaft gefragt werden, unzul├Ąssig sind auch Fragen nach der Religion, wenn es keinen Zusammenhang mit der auszu├╝benden Berufst├Ątigkeit gibt. Gleiches gilt ├╝brigens auch f├╝r Vorstrafen. Bewerber d├╝rfen zudem auch nicht mehr danach gefragt werden, ob sie Betriebsrat- oder Gewerkschaftsmitglied sind.

Und ganz wichtig: Auch die Frage nach fr├╝heren Krankheiten ist tabu, bzw. nur in etwa folgender Form zul├Ąssig: ÔÇÜLeiden sie derzeit an einer Krankheit, die es ihnen unm├Âglich macht, die T├Ątigkeit auszuf├╝hren bzw. mit der sie andere Mitarbeiter anstecken k├Ânnten?ÔÇś. F├╝r die Zukunft gilt wohl, dass auch die Frage nach einer Schwerbehinderung nicht mehr gestellt werden darf.

Was mache ich als Bewerber, wenn im Vorstellungsgespr├Ąch eine der unzul├Ąssigen Fragen gestellt wird, beispielsweise nach meiner Religionszugeh├Ârigkeit?

Kurze Antwort: L├╝gen Sie! Wenn Sie bei einer unzul├Ąssigen Frage sagen w├╝rden, dass sie darauf nicht antworten, dann w├Ąre doch klar, was los ist. Da unzul├Ąssige Fragen aber nicht unter die Offenbarungspflicht fallen, spricht man hier vom Recht auf L├╝ge."

Quelle: http://www.absolventa.de/blog/arbeitsrecht-1-berufliche-fortbildung-schu...