Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Familienversicherung f├╝r erwachsene Behinderte in der GKV

In ├Ąhnlicher Weise wie beim Kindergeld nach EStG k├Ânnen Eltern, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung (und analog in der gesetzlichen Pflegeversicherung) versichert sind, die Fortsetzung der Familienversicherung wegen einer Behinderung auch ├╝ber die ├╝blichen Altersgrenzen hinaus beantragen. Die rechtliche Grundlage hierf├╝r ist SGB5 ┬ž10:

Zitat:
ÔÇť(2) Kinder sind versichert [...]

  1. ohne Altersgrenze, wenn sie als behinderte Menschen (┬ž 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches) au├čerstande sind, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, da├č die Behinderung zu einem Zeitpunkt vorlag, in dem das Kind nach Nummer 1, 2 oder 3 versichert war.ÔÇŁ

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__10.html

Ein wesentlicher Unterschied zum Kindergeld ist der, da├č der Anspruch auf Familienversicherung nach der, wenn auch wohl nicht ganz eindeutigen, geltenden Rechtsprechung vorausschauend bewertet wird, also eine r├╝ckwirkende Familienversicherung schwierig durchzusetzen ist. Daher sollte bei einer Diagnose im Erwachsenenalter so fr├╝h wie m├Âglich die gesetzliche Krankenkasse informiert werden. Sinnvoll ist dies durchaus auch vor einer Diagnosestellung, auch wenn der Antrag dann erst viel sp├Ąter entschieden wird.