Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Was ist Enthinderung?

Zitat:
In Diskussionen ĂŒber Autismus und ĂŒber Lebenssituationen autistischer Menschen taucht regelmĂ€ĂŸig der Begriff "Hilfe" auf. "Hilfe" ist nicht selbstverstĂ€ndlich, sie ist ein Gefallen. „Hilfe“ suggeriert, dass man etwas bekommt, worauf man keinen Anspruch hat, und was einen im Gegenzug zur Dankbarkeit verpflichtet. UnterstĂŒtzung von Autist_innen bzw. von behinderten Menschen allgemein "Hilfe" zu nennen, macht sie zu Bittsteller_innen und erniedrigt sie. Es ist keine "Hilfe", wenn Rollstuhlfahrer_innen ZugĂ€nge zu öffentlichen GebĂ€uden, Arztpraxen und SupermĂ€rkten nicht versperrt werden, sondern Enthinderung - als Gegensatz von Behinderung, die Treppen und Drehkreuze fĂŒr diese Personengruppe darstellen. Enthinderung ist kein Almosen, sie sollte selbstverstĂ€ndlich sein. Wir sprechen daher nicht von "Hilfe" - wir fordern Enthinderung.

Quelle

Behinderung als Form der Diskriminierung (siehe Begriffslexikon unter "Behinderung") ist ein Unrecht, das mittlerweile eindeutig durch das Völkerrecht geĂ€chtet wird. Entsprechend der Abkehr von anomistischem Faustrecht ist auch Enthinderung eine Frage der SelbstverstĂ€ndlichkeit. Mangelnde BerĂŒcksichtigung von andersveranlagten gesellschaftlichen Minderheiten ist aktive Diskriminierung und nicht mehr als "Versehen" entschuldbar. Die Anforderung an ein Universelles Design lautet solche Diskriminierungen abzubauen.

Und: Enthinderung ist nicht die eigene Kompensation von vorhandener und unverÀnderter Benachteiligung aufgrund gesellschaftlicher Behinderung.