Achtung Achtung!

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Autisten - Sonst nichts

Blabla, mögen nicht wenige Leser denken. Zu offensichtlich scheint der Eindruck von vielfĂ€ltigen UnfĂ€higkeiten bei Autisten. Zu wenig bekannt die Tatsache, daß Autisten untereinander durchaus Emphatie empfinden und in einem System feinsinnig miteinander zu kommunizieren in der Lage sind, das NA ihrerseits zumindest teilweise nicht erfassen. Das was die Mehrheit nicht sieht, nicht fĂŒhlt, kann sie nicht berĂŒcksichtigen. Die unfreiwillige Minderheit ohne eigene starke Kultur hingegen bemĂŒht sich um Anpassung selbst gegen ihre Veranlagung und somit gegen ihre Gesundheit, weswegen sie unter solchen höchst widrigem UmstĂ€nden irrtĂŒmlich wenig lebensfĂ€hig erscheint. Sie ist verloren in einer andersartigen Umgebung, oft gar andersartigen Eltern oder Freunden ausgesetzt, deren teilweise Zuneigung mit laufenden Diskriminierungen und Herabsetzungen verbunden ist, die nicht bereit oder fĂ€hig sind auch nur ansatzweise dem erforderlichen Maß nahekommendes Verstehenwollen aufzubringen. Übrig bleiben gegenseitige Befremdungen, die die Minderheit zermĂŒrben und der Eindruck der Mehrheit, daß die Minderheit ohne UnterstĂŒtzung nicht lebensfĂ€hig wĂ€re. Dabei wird ganz selbstverstĂ€ndlich davon ausgegangen, was die Mehrheit sich an Normen geschaffen hat und vergessen, daß die Minderheit als Gestalter einer Mehrheitskultur selbstverstĂ€ndlich ihre eigenen BedĂŒrfnisse berĂŒcksichtigt hĂ€tte, weswegen Barrieren und Schranken des Alltags wiederum tatsĂ€chlich vor allem auf die Minderheitenrolle zurĂŒckzufĂŒhren sind, nicht auf deren Eigenschaften, die StĂ€rken und SchwĂ€chen relativ zur Mehrheit umfasst.