Achtung Achtung!

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Was ist autistenfeindlich?

Diskriminierende Haltungen zeigen ihre Wirkung im ganzen Alltag. Feindlichkeit ist eine Einstellung gegen├╝ber einer bestimmten Gruppe oder einzelnen Personen. Doch was ist feindlich und was nicht? Zu einer m├Âglichst objektiven Herangehensweise an Autistenfeindlichkeit braucht es eine Definition. Da die sozialen Mechanismen gegen├╝ber Autisten dieselben sind wie gegen├╝ber anderen Bev├Âlkerungsgruppen, die Hass und Diskriminierungen erfahren bietet es sich an zur Sondierung der hier relevanten Frage eine anerkannte Definition heranzuziehen, hier f├Ąllt die Wahl auf die pr├Ągnante Antisemitismusdefinition nach Nathan Sharansky, welcher u.a. als Chef der israelischen Einwanderungsorganisation fungierte:

Zitat:
Trifft eines dieser Kriterien zu, handelt es sich nicht mehr um blo├če Kritik: Doppelmoral, D├Ąmonisierung, Delegitimierung

Naheliegenderweise wird dieser Ma├čstab in der Praxis vor allem auf Aussagen von Personen angewandt. Es kann also nur erfasst werden, was auch ausgedr├╝ckt wird.

Ist nun dieser Ma├čstab angelegt, ├╝berkommt den Betrachter der nicht v├Âllig achtlos durch die Welt geht und dem Thema Autismus schoneinmal begegnete vermutlich in den meisten F├Ąllen gr├Â├čtes Unbehagen:

Zeitgeist: Kann man eine Definition f├╝r Antisemitismus einfach so auf Autistenfeindlichkeit beziehen?
Autor: Alleine die Frage d├╝rfte schon autistenfeindlich sein? Denn sie spielt mit Delegitimierung.
Z: Aber Autisten sind krank, ein Vergleich mit Autisten beleidigt alle Juden.
A: Traurig diese Geschichtsvergessenheit, gerade zur Nazizeit wurden Juden doch in genau derselben medizinischen Herangehensweise praktisch f├╝r erbkranke Asoziale gehalten.
Z: Aber der Fanatismus der Nazis war Unsinn ...
A: ... genauso wie heutige Doppelmoral, D├Ąmonisierung und Delegitimierung von Autisten Unsinn ist. Es gibt ja noch nicht einmal eine objektive Definition von Krankheit aus der all das logisch ableitbar w├Ąre, das in Diagnosekatalogen ausgef├╝hrt wird. Diese Kataloge sind politisch-kulturelle Produkte aus nicht einmal demokratisch legitimierten Gremien und haben nichts mit ernsthafter Wissenschaft zu tun.

Den Lesern, die den Autor nicht das letzte Wort lassen m├Âchten, k├Ânnen gerne das oben verlinkte Forum ansteuern.