Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Theory of Mind

Die Theory of Mind ist eine Bezeichnung f├╝r die F├Ąhigkeit in der Praxis anzunehmen, da├č Mitmenschen andere Kenntnisse besitzen als man selbst. Klassische Tests mit Kindern f├╝hren z.B. ein Puppenspiel auf, bei dem in eine eindeutig als solche kenntliche Keksdose ein Bleistift gelegt wird. Das Kind soll danach angeben, was eine Puppe, die das Spiel "nicht mitverfolgt hat", wohl denken w├╝rde, was in der Keksdose w├Ąre. Pauschalisiert ausgedr├╝ckt w├╝rden Kinder mit einer ToM antworten, da├č darin Kekse vermutet w├╝rden, ein Kind, das keine in diesem Fall ausgepr├Ągte ToM besitzt hingegen, da├č darin ein Bleistift vermutet w├╝rde.

Die Unterstellung einer gering ausgepr├Ągten ToM speziell an Autisten f├╝hrt zum h├Ąufigen sachlich falschen Gebrauch von Autismus als Schimpfwort in diesem Sinne.

Tats├Ąchlich ist nicht klar, ob Ergebnisse, die nahelegen, autistische Kinder h├Ątten eine gering ausgepr├Ągte ToM, schlichtweg Messfehler aufgrund Nichtverstehens der Aufgabenstellung darstellen. Allerdings ist es plausibel, da├č autistische Kinder es schwerer haben, die Welt um sie zu verstehen, da diese Welt zu gro├čen Teilen v├Âllig andersartig veranlagt ist. Erwachsenen Autisten sollte man unterstellen k├Ânnen, im Besitz der ToM zu sein.