Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Diskriminierung

Schulprobleme - AG Schule der ESH

Eine besondere HĂ€ufung von FĂ€llen verzeichnet die ESH im Bereich der Schule. Autistische Kinder sind von barrierehaltigen Schulen ĂŒberfordert, das dortige Personal versteht nicht was Autismus ist. Besonders verantwortungsvolle Eltern, die ihre Kinder zu ihrem Schutz aus solchen Schulen nehmen, werden gedrĂ€ngt ihre Kinder gemĂ€ĂŸ der Schulpflicht wieder in die Schule zu schicken, obwohl die Bedingungen dort nicht als geeignet bezeichnet werden können. Was passiert dann erst mit autistischen Kindern, die kaum engagierte oder interessierte Eltern haben?

Die deutsche Behindertenlobby - potemkinsche Dörfer?

Es ist grundsĂ€tzlich nicht statthaft Kommunikation zu veröffentlichen. Jedoch gibt es FĂ€lle, in denen Anspruch und Wirklichkeit von Personen oder Institutionen, die in einer gewissen Verantwortung stehen, derartig gravierende Ausmaße annimmt, daß davon eine Ausnahme zu machen ist, um diese MißstĂ€nde nicht auch noch durch falsch verstandene GutmĂŒtigkeit zu stĂŒtzen. Eine menschliche Gesellschaft lebt von der stetigen BekĂ€mpfung von
MißstĂ€nden, TrĂ€gheit, Ausgrenzung, SelbstgefĂ€lligkeit, WillkĂŒr und dergleichen mehr.

Diskriminierung im Bildungswesen

Allgemein ist im Bildungswesen, in Kindergarten, Hort, Schule, Ausbildung, Hochschule, Volkshochschule, dem zweiten Bildungsweg und öffentlichen Bibliotheken die strukturelle Diskriminierung von Autisten durch NichtberĂŒcksichtigung ihrer MinderheitenbedĂŒrfnisse ebenso wie in anderen Bereichen gesellschaftlichen Lebens an der Tagesordnung.

Chancen und Risiken einer frĂŒhen Diagnostik

FrĂŒhe Diagnostik wird heute oft ausschließlich positiv gezeichnet. Diese Darstellung geht wie selbstverstĂ€ndlich davon aus, daß die Kenntlichkeit der Zugehörigkeit zu einer Minderheit die Lage einer Person verbessert. Diese Annahme ist jedoch wider jede praktische Erfahrung in einer Situation gesellschaftlicher Diskriminierung.

Soziohistorische Einordnung

Fortschrittsglaube ist ein wesentliches Merkmal der sich industrialisierenden Regionen europĂ€ischer PrĂ€gung. Von diesem LebensgefĂŒhl abgeleitet nimmt noch der heutige EuropĂ€er hĂ€ufig an, daß „frĂŒher“ nahezu alles schlechter und unmenschlicher war als es zu seiner Zeit der Fall ist. Dies reicht von einem bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Bild des heute vielsagend so genannten „Mittelalters“ bis hin zur Annahme, daß es „Behinderten“ frĂŒher viel schlechter ging. Doch technische Fertigkeiten eines Kulturraums sind nicht identisch mit der QualitĂ€t menschlichen Daseins an sich.

Schwarzbuch der Diskriminierung von Autisten

Autismus ist ein PhĂ€nomen. Ähnlich unbegreiflich wie ein Mysterium. Diese Seite des Autismus ist ein dankbares Thema. VerdrĂ€ngt wird aus diesem Blickwinkel, der etwas jahrmarktartiges an sich hat, jedoch oft unter welchen menschenunwĂŒrdigen Bedingungen Autisten gezwungen sind tagtĂ€glich in ihrem Alltag zu bestehen. Solche, die faktisch entmĂŒndigt in Heimen oder vergleichbaren Situationen zu leben genötigt werden und auch solche, die sich mehr oder weniger eigenstĂ€ndig inmitten der ĂŒbrigen Bevölkerung durchschlagen.

Aktive Ausgrenzung und Diskriminierung von Autisten durch BehindertenverbÀnde am Beispiel Deutscher Behindertenrat und VdK

BehindertenverbÀnde und Gremien, die Mitsprache von durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen behinderten Personen bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen sicherstellen sollen, haben eine klare Aufgabenstellung.

Beispiel Deutscher Behindertenrat:

Der erklÀrte Anspruch:

Der Deutsche Behindertenrat prÀsentiert sich selbst als hervorgehobene, offensiv im Sinne von behinderten Menschen auftretende Organisation.

Schwangere als Behinderte einstufen - Minderheitendiskriminierung beenden

25.9.08: Manchmal muß man wohl ungewöhnliche Wege einschlagen um effektiv zu wirken. Das BegriffsverstĂ€ndnis von "Behinderung" ist heute ĂŒberwiegend pathologisch gefĂ€rbt. Dieses VerstĂ€ndnis ist jedoch an sich eine Diskriminierung und steht der Integration von "Behinderten" schon von Seiten ganz grundlegender Denkmuster entgegen. Behindert - das sind irgendwelche KrĂŒppel oder Bematschten. Behindert sind andere, Menschen die man in der Regel nicht kennt. Zumindest fĂŒr einen großen Teil der Bevölkerung.

Der Ombudsrat

Der Ombudsrat der ESH bemĂŒht sich die in der gesellschaftlichen Praxis oft vernachlĂ€ssigten Interessen von Autisten im Sinne einer diskriminierungsfreien Teilhabe an allen nicht durch öffentliches Recht geregelten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens im deutschsprachigen Raum zu vertreten. Der TĂ€tigkeitsschwerpunkt besteht also vor allem im Bereich der Privatwirtschaft, z.B. dem Berufsleben und mangelnder Barrierefreiheit fĂŒr autistische Kunden bei Privatunternehmen. Kein Anliegen ist zu unwichtig.

Schutz vor Benachteiligung im Zivilrechtsverkehr gemĂ€ĂŸ AGG

Das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sieht nicht nur Regelungen fĂŒr Gleichbehandlung im Arbeitsleben vor, sondern auch bei MassengeschĂ€ften wie TelefonanschlĂŒssen, Versicherungen (ausgenommen ist die Risikokalkulation), HotelĂŒbernachtungen, EinkĂ€ufen im Supermarkt, in der Gastronomie, in SchwimmbĂ€dern, Fahrten mit Taxi, Bus und Bahn. MassengeschĂ€fte sind alle GeschĂ€fte, die ĂŒblicherweise mit jeder zahlungswilligen Person abgeschlossen werden.

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