Achtung Achtung!

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Behinderung

Autism Speaks: Eugenische Forschung unter dem DeckmÀntelchen der autistischen Interessenvertretung

Autism Speaks

2005 wurde von Suzanne und Bob Wright (Direktor des US-TV-Unternehmens NBC), den Grosseltern eines Autisten, eine Stiftung gegrĂŒndet, die sich wĂ€hrend der kurzen Zeit ihres Bestehens zu einer aggressiv auftretenden Geldsammel-Institution entwickelt hatte, die nicht nur in den USA einen enormen Einfluss auf die Öffentlichkeit ausĂŒbt, sondern auch die Forschungsausrichtung zu Autismus massgeblich beeinflusst. Das Ziel der Stiftung ist es, wie Suzanne Wright in einem Gastbeitrag in der Zeitschrift Parade (http://www.parade.com/articles/editions/2008/edition_01-27-2008/Autism_C... 27.1.2008) schrieb, "ultimately eradicate autism for the sake of future generations" (Autismus zum Wohl zukĂŒnftiger Generationen auszurotten; eigene Übersetzung).

Diskriminierung im Bildungswesen

Allgemein ist im Bildungswesen, in Kindergarten, Hort, Schule, Ausbildung, Hochschule, Volkshochschule, dem zweiten Bildungsweg und öffentlichen Bibliotheken die strukturelle Diskriminierung von Autisten durch NichtberĂŒcksichtigung ihrer MinderheitenbedĂŒrfnisse ebenso wie in anderen Bereichen gesellschaftlichen Lebens an der Tagesordnung.

Chancen und Risiken einer frĂŒhen Diagnostik

FrĂŒhe Diagnostik wird heute oft ausschließlich positiv gezeichnet. Diese Darstellung geht wie selbstverstĂ€ndlich davon aus, daß die Kenntlichkeit der Zugehörigkeit zu einer Minderheit die Lage einer Person verbessert. Diese Annahme ist jedoch wider jede praktische Erfahrung in einer Situation gesellschaftlicher Diskriminierung.

Soziohistorische Einordnung

Fortschrittsglaube ist ein wesentliches Merkmal der sich industrialisierenden Regionen europĂ€ischer PrĂ€gung. Von diesem LebensgefĂŒhl abgeleitet nimmt noch der heutige EuropĂ€er hĂ€ufig an, daß „frĂŒher“ nahezu alles schlechter und unmenschlicher war als es zu seiner Zeit der Fall ist. Dies reicht von einem bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Bild des heute vielsagend so genannten „Mittelalters“ bis hin zur Annahme, daß es „Behinderten“ frĂŒher viel schlechter ging. Doch technische Fertigkeiten eines Kulturraums sind nicht identisch mit der QualitĂ€t menschlichen Daseins an sich.

Schwarzbuch der Diskriminierung von Autisten

Autismus ist ein PhĂ€nomen. Ähnlich unbegreiflich wie ein Mysterium. Diese Seite des Autismus ist ein dankbares Thema. VerdrĂ€ngt wird aus diesem Blickwinkel, der etwas jahrmarktartiges an sich hat, jedoch oft unter welchen menschenunwĂŒrdigen Bedingungen Autisten gezwungen sind tagtĂ€glich in ihrem Alltag zu bestehen. Solche, die faktisch entmĂŒndigt in Heimen oder vergleichbaren Situationen zu leben genötigt werden und auch solche, die sich mehr oder weniger eigenstĂ€ndig inmitten der ĂŒbrigen Bevölkerung durchschlagen.

Was ist Enthinderung?

Zitat:
In Diskussionen ĂŒber Autismus und ĂŒber Lebenssituationen autistischer Menschen taucht regelmĂ€ĂŸig der Begriff "Hilfe" auf. "Hilfe" ist nicht selbstverstĂ€ndlich, sie ist ein Gefallen. „Hilfe“ suggeriert, dass man etwas bekommt, worauf man keinen Anspruch hat, und was einen im Gegenzug zur Dankbarkeit verpflichtet. UnterstĂŒtzung von Autist_innen bzw. von behinderten Menschen allgemein "Hilfe" zu nennen, macht sie zu Bittsteller_innen und erniedrigt sie.

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