Achtung Achtung!

Die ESH hat nun eine neue eigene Plattform (abrufbar im Menü unter "Enthinderung"). Auf absehbare Zeit wird jene Plattform aktueller gestaltet sein als diese hier.

Ein Erfahrungsbericht - Mutter (Kurzfassung)

rĂŒckblick auf stationen im leben

die zeit bis zum kindergarten war... anfangs schrei-intensiv bis wir uns auf einander eingestellt hatten.
gesprĂ€chsintensiv... wir fĂŒhrten gesprĂ€che miteinander, da konnte kaum ein erwachsener mithalten
die gedankengÀnge waren immer wieder zum staunen.
ich hatte ein kind, das morgens bereits voller energie und mit der sonne im gesicht aufstand.

dann kam der kindergarten und das erste begutachten lassen.
es kam die spieltherapie, die ergotherapie, die logopÀdie und privat waren wir oft schwimmen.
spÀter kam heilpÀdagogisches reiten dazu, allerdings waren die anderen therapien da bereits abgeschlossen.
im kindergarten wurde wert auf umgangsformen gelegt... *schau mich an* das hat mein kind stets begleitet. jedes anschauen wurde begrĂŒĂŸt, so nach dem motto: na also, geht doch.

dass das kind anderen kindern aus dem weg ging und sich nie wohlfĂŒhlte wenn die gruppe voll war, das entging den tanten.
dass sich das kind sehr eng an die erwachsenen anschloss... entging ihnen auch.
und dass sie fĂŒr freundschaften sehr tief in ihre trickkiste greifen mussten... schieben und drĂ€ngen... das verdrĂ€ngten sie dann.
durch die therapien, die frĂŒh angesetzt wurden, da wurde dem kind erstmals gezeigt... okay, ein paar wenige dinge kannst du wirklich, aber es gibt sehr viele dinge die du nicht kannst, also fangen wir an sie zu trainieren.
spÀter wird gesagt, wenn du diese medizin nimmst, dann bist du wie die anderen.

noch spÀter wird gesagt, du und die mama, ihr kommt nicht so gut miteinander aus, es ist nicht schlimm, wenn ihr getrennt werdet.
ein leben lang... wird ĂŒbertĂŒncht und verschoben, wird passend gemacht, was anders gedacht war... wir munter therapiert und hier probiert und dort versucht. wird mit druck gearbeitet und mit versprechen, die nicht gehalten werden können.
das enttÀuscht zutiefst. wie kann man aus jemand, jemand ganz anderen machen? der versuch alleine, sollte sich von selbst verbieten.
aus einer katze wird kein hund und umgekehrt wird's auch nichts; liebenswert sind beide, aufgrund der vielfalt die sie bieten.
autistische kinder werden erwachsen.

wie sagte mein kind einmal zu mir? ich hoffe ich krieg das statement wenigstens sinngemĂ€ĂŸ hin:
ich hab mein leben lang gemacht, was andere fĂŒr gut befanden; ich hab mein leben lang eine rolle gespielt, nun bin ich groß und hab fast keine ahnung wer ich bin und was ich kann.
ich muss das jetzt erst herausfinden.